Hüte Dich vor dem Zorn eines sanftmütigen Mannes. - Anonymus -
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Jemand ganz Besonderes…

Ich erinnere mich in so vielen Fällen nur noch ungläubig an Menschen, die mir einst gesagt haben, was sie von mir denken.
Zu Anfang ist immer alles neu. Der erste Eindruck mag immer gezählt haben, und dieser schien von meiner Person in den meisten Fällen positiv gewesen zu sein. Aber nach dem ersten Eindruck ist stets alles offen. Was man daraus macht, hängt immer von zwei Seiten ab. Und das bedeutet nicht nur, die Gegenseite von Beginn an zu überzeugen, sondern sie auch permanent "bei Laune" zu halten. Wer mag es nicht, im Leben eines besonderen Menschen seinen besonderen Platz zu haben? Liege ich falsch? Dann korrigiere mich bitte jemand. Einmal abgesehen von Menschen, die sehr, sehr weit entfernt leben, merke ich, dass es bei Menschen aus der örtlichen Nähe so ist. Folglich ist das dauerhafte Bestehen einer zwischenmenschlichen Beziehung damit so gut wie unmöglich. Man entfernt sich voneinander, wobei nie klar ist, ob beide Seiten das wirklich beabsichtigen. Also ist es doch ein weiterer Fakt, dass die gegenseitige Entfernung voneinander den Informationsaustausch verhindert. Im Grunde scheinen beide Seiten in so einer Zeit nur ab und zu mehr voneinander wissen zu wollen. Wenn nicht der Stolz oder ähnliche Hindernisse dazwischen stehen würden. Die Unkenntnis darüber, ob man welchen Fehler begangen hat, kann einen innerlich zermürben. Und dann beginnt das Warten. Man wartet und wartet auf jemanden, der es der Situation nach eigentlich gar nicht mehr verdient, auf ihn zu warten.
Mein Mobiltelefon vibrierte zuletzt am 16.08.2009, fällt mir gerade auf. Der Briefkasten enthielt während derselben Zeit, bis auf ein paar Rechnungen und Bestelleingänge, lediglich Werbeprospekte. Wozu ist ein Briefkasten im 21. Jahrhundert auch noch gut?
Nein, ich klage überhaupt nicht. Ich ziehe lediglich Bilanz aus einigen zwischenmenschlichen Beziehungen, die mir sehr am Herzen - aber leider auch auf Eis - liegen. Und oft ist es so: Sorgt man sich, nervt man. Fragt man nach, ob alles in Ordnung ist, so folgen eher überraschte Reaktionen und das typische Aus-allen-Wolken-Fallen.
Ich will wirklich nicht klagen. Ich möchte nur die Information in den Wind dieser Welt schießen, dass alles aber auch wirklich alles, was auf Eis gelegt wird, sehr schnell einfriert. Und je länger es dort liegt, desto langwieriger ist der Abtauprozess. Ganz nebenbei überlegt, wohin mit dem ganzen Kondenswasser?
Wie holt man jemanden wieder ein? Wie überholt man eine Freundschaft? Ist so etwas überhaupt möglich? Ein Herz kann man nicht reparieren, habe ich erst kürzlich wieder irgendwo gelesen. Warum habe ich ständig das Gefühl, dass mir die Menschen näher stehen, die zum Großteil an anderen, oft weit entfernten Orten dieser Welt leben? The more you’re far, the nearer you are? Wenn Ferne die Nähe begünstigt, warum begünstigt Nähe dann Ferne?
Ich erinnere mich, wie viele es waren, die mir einst gesagt haben, ich wäre "ein besonderer Mensch". Und sie werden gewusst haben, dass kein Mensch ohne Veränderung und ohne Fehler sein kann. Also überlege künftig genau, wem Du als nächstes sagst, er sei "jemand ganz Besonderes". Denn es gibt nichts Schlimmeres, als eine Freundschaft mit einer Lüge zu beginnen.
27.8.09 00:42


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Das einfache Leben

Und so gehen die Jahre an mir vorbei. Ständig mit dem Ziel vor Augen, so einfach wie möglich zu leben. Ich hatte keine Ahnung, dass man ein und dasselbe Leben von neuem beginnen kann. Aber es ist möglich. You can be who you want to be. Doch ohne die Hilfe ganz besonderer Menschen geht es nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages so viele liebe Leute um mich herum haben werde. Trotz aller Kämpfe, die man zu oft zu gewinnen versucht. Liebe ist immer. Ist immer um mich herum, auch wenn ich sie nicht immer wahrnehme, oder vielleicht nicht wahrhaben mag. Selbst wenn man sich einsam fühlt, dann darf man nie vergessen, es ist Liebe da, die Freundschaften erhält, die dich lächeln lässt, die dich in Vorfreude schwelgen lässt. Man trifft manchmal folgenschwere Entscheidungen im Leben. Aber Freundschaft hilft irgendwie immer, darüber hinweg zu kommen und zu lernen mit den Folgen umzugehen. Letzten Endes wird es immer wichtig sein, sich mit den negativen Dingen abzufinden und Platz für das Positive zu lassen. Es bleibt eigentlich auch gar nichts anderes übrig. Man realisiert stets, es gibt noch Menschen, die auf deiner Seite sind. Ich bin im Moment glücklich. Noch habe ich Mühe, mir das zu 100%ig einzugestehen. Doch just in diesem Moment, wenn ich mir all das durch den Kopf gehen lasse, was ich gestern erlebte, was ich heute erlebe und was ich noch erleben werde – dann kann ich sagen: Ich bin glücklich. Und viel brauche ich nicht dafür. Ich l(i)ebe es: das einfache Leben.

Danke Euch allen.


 

14.8.09 22:31


Tagesspiegel

So und hier kann ich mich nun darüber auskotzen, dass fast alle Menschen, von denen man wirklich eine Menge mehr hält als "nur" eine Menge, gar nicht in der Nähe sind, was Grund genug zur Annahme wäre, dass man offensichtlich in der falschen Stadt lebt. Ich meine, die Tage des Lebens sind zwar nicht gezählt (zumindest noch nicht), aber ich bin nun mal keine Katze. Wenn ich jedoch frei erdachte Piekser über eine frei erfundene Deutschlandkarte verteile, dann stelle ich fest, dass es all denjenigen, von denen ich wirklich eine Menge mehr halte als "nur" eine Menge, möglicherweise genauso ergeht wie mir. Also vergessen wir das Ganze.

Mein Tag. Verspätungsdifferenz, die ich zum Ende des Tages mit Überstunden sowohl von heute als auch aus der letzten Woche längst wieder aufgeholt habe: 15 Minuten. Geruchsstärke heute: mäßig, aushaltbar. Wetter: mäßig bis heiter, aber kühl - ich habe also nicht viel verpasst. Laune: Angesichts der heutigen Befunde kann ich mich nicht beklagen, ich habe viel gelacht, um nicht entwürdigend zu sagen, totgelacht. Tendenz zum kommenden WE: Es wird so bleiben, vor allem, weil mir für Freitag Urlaub gewährt wurde. Einen schönen Abend noch.

3.8.09 18:23


Zum Ende des Spiels

Ich mag ja keine Kopien. Aber ich mag Zitate. Und ich bin so fasziniert darüber, wie ein Mensch solche Gedanken haben kann, wo er sie hernimmt...

(übersetzt aus dem Englischen)

Der Fuchs hörte auf zu rennen. Und die Bestie steht in der Meeresbucht. Er könnte ihn im Kreis laufen lassen. Zum Ende des Tages. Sie jagten ihn durch Dornenzweige. Sie jagten ihn durch die Felder. Sie könnten ihn ewig jagen. Aber der Fuchs würde nichts einbringen. Und einige sahen ihren Schatten. Auf dem Kamme eines Berges. Und die Hunde waren abgelenkt. Weit ab von ihrer Jagdbeute. Eines Tages werden wir einen großen Ozean erreichen. Am Ende eines grauen Nachmittags. Und wir legen unsere Köpfe hin, so als würden wir schlafen. Beherrscht vom Zuge des Mondes. Wir liefen durch die Wälder. Und wir liefern durch die Bächer. Wir liefen durch die Heide. Obwohl wir in unseren Träumen liefen. Und du warst meine Liebe. Und ich war dein Verehrer. Wir liefen wie der Fluss. Was wussten wir noch? Eines Tages werden wir einen großen Ozean erreichen. Zum Ende eines grauen Nachmittags. Und die Hunde sind alle erschöpft. Und die Pferde lahm. Die Jäger werden zu Gejagten. Zum Ende des Spiels. Unsere Liebe war ein Fluss. Ein wilder Bergstrom. In einer Sturzflut auf die Klinge eines Traumes. Und sie jagten uns durch die Dornen. Und sie jagten uns durch die Felder. Sie würden uns für immer jagen. Aber das Herz würde nichts einbringen. Wenn der Fuchs aufhört zu rennen, zum Ende des Tages hin, bin ich bereit zu antworten, ich bin bereit zu büßen. Und der Fluss würde aufhören zu fließen. Und meine Zeit wird kommen, wenn ich dem großen Ozean gehöre, beherrscht vom Zuge des Mondes.

(Sting)

2.8.09 14:22


Bahnhof

Und von dem Wahnsinn umgeben, der sich auf so einem Großstadtbahnhof abspielt – fotografierende Touristen, stinkende Penner, luxuriös gekleidete Geschäftsleute, sitzende Bettler, gehetzte Pendler, gebrochene Junkies, aufgeregte Schulklassen, leere Gesichter von Kampftrinkern, stolze Großfamilien, müde Rentner und tausende verschiedene Menschen, jeder mit einem eigenen Gesicht und ihre Stimmen, die sich in den Rangiergeräuschen der Loks und Waggons und in den durch den Palast hallenden Durchsagen verlieren – all das bliebe plötzlich stehen. In diesem Moment, in welchem sich die Zugtür öffnet, dessen Stufen du lächelnd, mit einem Handy an deinem Ohr und einer Reisetasche an einer freien Hand herab steigst. Mein Gott, deine verwirrten, leicht gestressten, aber lieb schauenden Augen erkenne ich ohne Zweifel aus der Entfernung. Für mich lächelnd nehme ich das Telefon aus meiner Hosentasche, das seit einigen Sekunden vibriert. Das Display zeigt deinen Namen und aus leichter Furcht vor dem Witz der jetzt eintretenden Situation und vor leichter Schüchternheit traue ich mich nicht so recht, ran zu gehen. Dennoch schätze ich mich glücklich.

1.8.09 02:57


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